Mittwoch, 31. August 2016

Papa und Ramalho weg - Einer zu viel

Am letzten Tag des Transferfensters geben wir mit Papadopoulos und Ramalho gleich zwei Innenverteidiger ab. Meiner Meinung nach schwächen wir uns damit ohne Not selbst.

Vor ein paar Monaten, das letzte Saisonspiel war noch nicht so lange her, da begann diese Transferperiode mit nem richtigen Kracher. Auf meinem Handy ploppte die Meldung auf, dass Kevin Volland von der TSG zur Werkself an den Rhein wechseln wird. Ein paar Tage später dann wurde der Wechsel von Baumgartlinger unters Bayerkreuz bestätigt.

Die Marschroute für dieses Transferfenster schien klar: gezielte Verstärkungen des Kaders, anstatt das eingespielte Team im großen Maßstab zu verändern. Mit Backups wie Özcan, Pohjanpalo und Dragovic auf den Schlüsselpositionen wären wir besser aufgestellt, wenn uns noch einmal eine Verletzungsserie wie in der vergangenen Saison heimsuchen sollte.

Heute aber ploppte es wieder fleißig auf meinem Handy. Dass am Deadline-Day nochmal ordentlich Bewegung auf den Transfermarkt kommt, war ja klar.

“Dass wir aber mit Papadopoulos und Ramalho gleich zwei Innenverteidiger kurz vor Toreschluss abgeben, hätte ich nicht erwartet. Und ich muss sagen, dass ich es auch nicht verstehe. Meiner Meinung nach schwächen wir uns damit ohne Not selbst.“

Bei Papa war es vielleicht zu erwarten. Der Junge hatte kaum Chancen auf Spielzeit, zu groß die Konkurrenz in der Innenverteidigung. Weil ich ihn als Spieler aber einfach mochte, tat mir der Transfer (vorerst Leihe) zu RB Leipzig trotzdem weh.

Warum wir jetzt aber auch noch Ramalho abgeben müssen und damit bewusst auf einen dem Spielsystem vertrauten Verteidiger verzichten, verstehe ich nicht.

Gut, wir haben jetzt Dragovic dazubekommen. Sicherlich ein guter Transfer, aber auch er muss sich erst an das Spielsystem gewöhnen, die Bundesliga kennenlernen. Hoffen wir, dass es schnell geht.

Mit Jedvaj haben wir auch noch einen im Kader, der notfalls in der Mitte spielen kann. Das Wörtchen “notfalls“ würde ich mir für diese Saison aber gerne aus dem Wortschatz streichen, denn eine Verletztenmisere wie in der letzten Spielzeit werden wir wohl nicht nochmal so glimpflich überstehen.

Deshalb hätte ich es lieber gesehen, dass wir Ramalho plus Dragovic als festes Backup für Toprak und Tah in der Hinterhand hätten. So ist es wieder Spitz auf Knopf geplant. Kein Grund, die hoch gesteckten Ziele anzuzweifeln. Ein Grund, sich über die Kaderplanung auf den letzten Metern nochmal zu ärgern, aber allemal.

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